Waldgemeinde schickt fünfzehn Kinder mit Starterpaket auf den neuen Lebensabschnitt

Fünfzehn Mädchen und Jungen aus Borkwalde bzw. aus der Borkwalder Kita „Regenbogen“ werden nach den Sommerferien in die Schule gehen. Die Waldgemeinde, die sich selbst als kinderfreundlicher Ort versteht, gibt ihnen dabei traditionell ein Schulstarterpaket mit auf den Weg. In diesem Jahr enthielt das Paket neben einem T-Shirt mit der Aufschrift „Borkwalder Frischlinge – Wir sind 1. Klasse“ ein kleines Buch, eine Becherlupe mit einer Plastikspinne, eine Maltafel, Gesundes aus der Waldapotheke und – natürlich – Süßigkeiten. Für Bürgermeisterin Renate Krüger (Linke) ist das „eine Würdigung für die Kinder, die jetzt in die Schule gehen dürfen.“ Sie fügt hinzu: „Außerdem ist das Schulstarterpaket etwas Eigenes von Borkwalde.“

Die Idee, die 2008 von der Fraktion DIE LINKE in die Diskussion gebracht worden war, wird inzwischen längst von allen Gemeindevertretern getragen. Deshalb war es bei der feierlichen Überreichung der fünfzehn Pakete auf dem Borkwalder Sommerfest am Wochenende selbstverständlich, dass sich gleich mehrere Gemeindevertreter diese Aufgabe mit der Bürgermeisterin teilten. Den Kindern war der Stolz deutlich anzumerken. Alle hatten sich hübsch gemacht. Die Kindertanzgruppe, in der viele der Kita-Abgänger mitmachen, bedankte sich mit kleinen Tänzen bei den Politikern, den Erzieherinnen und ihren Eltern.

Anschließend konnten sie selbst ein Kulturprogramm genießen. Die beiden Clowns Pipo und Pipolina aus Potsdam zogen die Kinder sofort in den Bann. Immer wieder holten sie die Kinder auf die Bühne. Gemeinsam wurde gesungen und getanzt. Die Kinder meisterten den stetigen Wechsel zwischen Zuschauen und Mitmachen wunderbar. Sie ließen sich auch nicht durch die Erwachsenen stören, die mit ihren Gesprächen untereinander für einen erheblichen Lärmpegel sorgten. Offenbar sind die jungen Borkwalder für die Schule gut gerüstet.

Nach dem Clownsprogramm durften sie aber noch einmal ganz und gar Kind sein. Sie probierten sich an der Schaumkussweitwurfmaschine, ließen sich die Gesichter schminken, warfen Blechbüchsen um oder leckten Eis. Mit ihnen feierten einige Kinder aus dem Asylbewerberheim in Brück, die mit ihren Eltern in die Waldgemeinde gekommen waren. Die Verständigung klappte prima. Eine Sprachbarriere gibt es für viele der zugereisten Kinder nicht mehr. Der Rest wird im wahrsten Wortsinn spielerisch erledigt.

Manche der Borkwalder Kinder durften sogar bis kurz vor Mitternacht beim anschließenden Programm für die Erwachsenen dabei sein. Es war schließlich ihr Tag. Partykanzler Martin Martini und die Borkwalder Linedancegruppe sorgten für Stimmung auf dem Astrid-Lindgren-Platz, der ungeachtet des schlechten Wetters gut besucht war. Nicht nur die Kinder, auch der Vorsitzende des veranstaltenden Kulturvereins Zauche e.V., Peter Krüger, war sichtlich zufrieden: „Als Schlechtwettervariante ist das Sommerfest samt Kinderprogramm gut gelaufen.“

Artikel in der MAZ